2.501 Meter über NN: Der Säntis

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Wie letzte Woche schon angekündigt, sollte es für uns am Tag nach unserer Zeitreise in die Steinzeit und das Mittelalter hoch hinaus gehen. Am Bodensee ist man bekanntlich ziemlich nah an den Alpen. Und die Alpen haben ein paar berühmte hohe Berge. Der ein oder andere davon wird gerne von Bodenseebesuchern als Ausflugsziel angesteuert. Im letzten Jahr waren wir schon auf dem Pfänder. Das war mir sehr sympatisch, denn auf diesen kann man mit dem Auto hinauffahren. Er ist aber auch nicht ganz so hoch. Bei über 30° C und ohne Wolken konnten wir den Gipfel eines anderen Berges das ganze Pfingstwochenende über sehr gut sehen. Schnell war der Entschluß gefasst doch auch mal den Säntis zu besuchen. Einziges Manko war die Seilbahnfahrt hinauf. Doch ich war wildentschlossen.
 
Zum Glück dauert die Auffahrt zum Säntis nur knappe zehn Minuten. Der weltbeste Mann musste mir dafür allerdings seine Hand leihen, die ich erst oben angekommen wieder losgelassen habe. Und ich war echt froh sitzen zu können, so musste ich den Ausblick nicht gezwungener Maßen genießen, sondern konnte viel besser den Boden anstarren und das leichte Wiegen der Gondel zu ignorieren versuchen ;o)
 
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Wir sind an diesem Morgen extra früh mit Wecker aufgestanden, damit wir wirklich früh am Berg sind. Der frühe Vogel fängt ja den Wurm. In unserem Fall hieß das kein Anstehen an der Seilbahn, beinahe leere Gondeln und auch sonst kaum Leute, die einem im Bild herumstehen können. Und früh war noch zu etwas anderem gut, denn so hatten wir noch etwas Aussicht, die wir genießen konnten, auch wenn schon die ersten Wolken ihre Fühler in Richtung des Gipfels streckten.
 
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Und diese Wolken können echt unberechenbar sein. Im einen Moment visiert man noch ein Objekt an. Und während man noch scharf stellt, ist das Motiv plötzlich hinter einer dichten Nebelwand verschwunden. Man dreht sich um und überall ist es weiß. Man steckt eben mitten in einer waschechten Wolke fest. Die wandern in dieser Höhe viel schneller, als es vom Boden aussieht. Alleine um das zu erleben hat es sich schon gelohnt sich in diese Höhen zu wagen. Trotzdem war ich froh, dass der Wind die Wolke genauso schnell weiter getrieben hat, damit ich noch etwas Aussicht fotografieren konnte ;o)
 
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Die Bergstation auf dem Säntis ist ziemlich gut ausgebaut. Man kann gemütlich den ein oder anderen Kaffee trinken, zu Mittag essen oder Touristennepp shoppen ;o) Man kann aber auch, wie wir, einfach um das Gebäude herum wandern, zum Gipfelkreuz gehen und Bilder auf der anderen Seite den Berg hinab machen. Auf dem Weg begegnet einem dann vielleicht auch das ein oder anderen Alpenveilchen. An Tagen mit viel Aussicht kann man hier richtig weit gucken. Als wir dort waren, war die Sichtweite für uns vollkommen in Ordnung, denn sie hätte schlechter sein können. Ihr könnt euch auf den Fotos selbst ein Bild davon machen.
 
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Am günstigsten ist der Besuch des Säntis bzw. die Seilbahnfahrt übrigens zusammen mit der Bodensee Erlebniscard, für deren Werbung ich immer noch nicht bezahlt werde ;o) Eine Wettergarantie bekommt durch diese aber auch nicht. Irgendwann zogen immer mehr Wolken auf bzw. die Wolken wollten nicht wieder weg gehen. Und da man gehen soll, wenn es am schönsten ist, haben wir noch ein paar letzte Bilder von den akrobatischen Flugkünsten der Dohlen geschossen und sind dann wieder hinab gefahren. Die Tage darauf war der Säntis vom Bodensee aus nicht mehr zu sehen. Wir hatten uns tatsächlich den perfekten Tag ausgesucht, um noch etwas Aussicht zu haben. Für Leute mit ganz fieser Höhenangst ist der Auslfug nicht unbedingt zu empfehlen. Für jemanden wie mich, mit gemäßigter Höhenangst, geht es super in Begleitung. Und alle anderen Bodenseeurlauber sollten einfach nix wie hin ;o)
 
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Nächste Woche nehme ich euch nochmal mit auf eine kleine Zeitreise ins Mittelalter.
 
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