Meine neue Heimat: Wetter (Ruhr)

Meine neue Heimat: Wetter (Ruhr)

in der Pott und ich/Fotolabor

Die mag ich nicht nur Mittwochs, aber jedes Mal wenn ich aus dem Fennster den Harkortberg hinauf sehe, dann mag ich Wetter (Ruhr) noch ein bisschen mehr. Und das natürlich auch Mittwochs ;o)
Schon seit Februar warten diese Bilder auf eine Veröffentlichung. Etwa einen Monat nach unserem Einzug in die neue Wohnung hat der weltbeste Mann mit mir einen Spaziergang durch unsere neue Heimat gemacht. Er ist hier aufgewachsen und kennt sich aus. In den letzten zehn Jahren waren wir oft in Wetter (Ruhr), die Familie und Freunde besuchen und Theater spielen bzw. zusehen. Die Stadt ist mir also nicht vollkommen unbekannt gewesen. Aber so ein Spaziergang hilft natürlich die neue Wohngegend genauer einzuordnen.
Wetter (Ruhr) ist im Gegensatz zu bekannteren Ruhrgebietsstädten recht klein. In der gesamten Stadt leben ca. 27.000 Einwohner, davon nur ca. 8.000 in Alt-Wetter, dem Stadtteil in dem wir wohnen. Alt-Wetter kann man damit getrost als dörflich bezeichnen. Und ich gestehe, ich wohne gerne in diesem Dorf. Hier ist alles nah bei einander. Ich bin sofort in der „Innenstadt“ und der Harkortsee ist auch umme Ecke.
Von unserem neuen Zuhause aus muss man erst einmal die Bahnschinen über eine kleine Brücke überqueren, wenn man Richtung See oder Harkortberg unterwegs ist. Unser kleiner Spaziergang führte uns zunächst durch den Bürgerpark vorbei an der Villa Vorsteher.
 
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Die Villa Vorsteher wurde in den 1890er Jahren als Wohnsitz des Unternehmers Gustav Vorsteher gebaut. Seit den 1980er Jahren gehört sie der Stadt Wetter (Ruhr) und dient als Bürgerhaus. Auf der Suche nach dem perfekten Ort für unsere Hochzeit kam sie in die engere Auswahl, denn sie kann zu solchen Feiern gemietet werden. Die Räume der Villa dienen außerdem als Versammlungsorte für den ein oder anderen Verein. Leider ist sie unabhängig von Feiern, Veranstaltungen oder Vereinstreffen nicht öffentlich zugänglich. Das ist wirklich schade, denn von Innen ist das Gebäude noch viel schöner. Ich hatte in den letzten zehn Jahren bisher nur ein einziges Mal die Gelegenheit ihr Innerstes zu sehen bei einer öffentlichen Veranstaltung. Und in meiner Erinnerung war ich einfach nur verzaubert von dem Treppenhaus mit der Galerie und dem wundervollen Wintergarten. Jetzt wo ich hier wohne ergibt sich diese Gelegenheit vielleicht nocheinmal etwas einfacher :o)
 
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Die Villa Vorsteher liegt nur 350 m vom wundervollen Rathaus entfernt. Bei diesem ersten Spaziergang sind wir über die Kaiserstraße Richtung Rathaus gegangen, weshalb ich den tollen Anblick vom „Tiefen Weg“ aus erst viel später entdeckt habe. Das Rathaus wurde der Stadt Wetter von Gustav Vorsteher gestiftet, der für den bau als Mäzen auftrat. 1909 wurde der fertiggestellte Bau zusammen mit der Verleihung der Stadtrechte durch Kaiser Wilhelm II. eingeweiht. Das Rathaus trohnt 33m über dem Harkottsee auf dem Harkortberg und macht von jeder Seite eine gute Figur. Ganz besonders gefallen mit ja die Details an der Fassade, seien es die neckischen Figuren im Sandstein, die Leuchter an der Freitreppe oder die Bronzestatue vom Freiherr von Stein.
 
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Noch ein Stück weiter die Kaiserstraße hinauf gelangt man dann endlich in die Freiheit. Ja ihr lest richtig. Die Freiheit liegt in Wetter. Ein Grund mehr diese kleine Stadt zur neuen Heimat zu machen ;o) Es ist aber auch besonders schön hier. Ein Fachwerkhäuschen reiht sich an das andere. Verwinkelte Gassen mit Kopfsteinpflaster versetzen einen in eine andere Welt. Und die Bewohner der Häuser haben ihr Eckchen Freiheit besonders nett dekoriert. Zugegeben im Februar wirkt das alles ein bisschen kahl, vor allem wenn der Blick nach Draußen so viel sattes Grün zeigt. Die Freiheit ist der mittelalterliche Stadtkern von Wetter. Bekannt ist er vor allem durch das Fünf-Giebel-Eck, ein Ensamle aus fünf restaurierten Fachwerkhäusern.
 
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Zur Freiheit gehört auch die Ruine der Burg Wetter. Im 13. Jahrhundert war Wetter eine der vier Kreisstädte der Grafschaft Mark. Die Grafen von der Mark errichteten sie als märkischen Vorposten gegen die kurkölnische Burg Volmarstein. 1818 gründete der Unternehmer Firedrich Harkort die Mechanische Werkstätten Harkort & Co. in der leerstehenden Burg. Heute ist von den Fabriken nichts mehr zu sehen. Auch wenn die an den Turm gebauten Wohnhäuser ähnlich aussehen, sind sie doch neueren Ursprungs. Der ebenerdige Eingang in den Turm wurde erst in der Neuzeit hinzugefügt.
 
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Teile der Burgruine sind frei zugänglich. So sind auch wir die Treppe zum Nebenturm hochgestiegen, um die Aussicht über den Harkortsee zu genießen.
Unser Spaziergang führte uns schließlich hinab zum Seeufer und von dort wieder nach Hause. Der See ist ja umme Ecke ;o) Und wenn ich mal frische Luft brauche, dann geh ich einfach an den See, beobachte Entchen und das Wasser und dann ist alles irgendwie gut. Es ist einfach schön in Wetter (Ruhr) und ich will hier nicht mehr weg.
 
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Zum Schluß verrate ich euch noch wieso es so lange gedauert hat diese Bilder zu zeigen. Eigentlich wollte ich euch noch mehr von Wetter ziegen und selbst natürlich noch unbekanntes sehen. Ich wollte frische Bilder vom Harkortturm machen und ich wollte die Burgruine Volmarstein und den Dorfplatz in Volmarstein zeigen. Nun das muss ich dann wohl noch mal nachholen.
Ich hoffe euch hat der Spaziergang gefallen, auch wenn die Bäume dort noch kahl sind und wir uns eigentlich über das tolle Frühlingswetter freuen ;o)
 
Habt es schön!
 


Verlinkt bei Mittwochs mag ich von Frollein Pfau.
 

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