Rezensionen

Rezension: Level 6

(Klappentext) Die 16-jährige Kira erwacht in einem dunklen Raum, verstört und hilflos. Aber nicht allein: Sie teilt ihr Gefängnis mit dem 17-jährigen Rogan, einem verurteilten Mörder. Unfreiwillig sind die beiden Kandidaten in der Gameshow „Countdown“, in der es um Leben und Tod geht: Scheitern sie am nächsten Level, sterben sie live im Fernsehen. Den Teenagern bleibt keine Wahl – sie müssen mitspielen, wenn sie überleben wollen. Doch kann man einem Mörder trauen, und wenn er noch so schöne blaugrüne Augen hat? Trotz aller Versuche, sie gegeneinander aufzuhetzen, kommen Kira und Rogan sich immer näher – und stoßen auf die schreckliche Wahrheit hinter dem grausamen Spiel…
 
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„Level 6 – unsterbliche Liebe“ von Michelle Rowan ist ein in sich geschlossener dystopischer Jugendthriller. Er erzählt die Geschichte der sechszehnjährigen Kira, die sich ausgerechnet in einem stockdunklen Raum wiederfindet. Das ist keine gute Voraussetzung für jemanden der panische Angst im Dunkeln hat. Zu allem Überfluss ist sie angekettet und sie kann eine weitere Person atmen hören. Bei dieser Person handelt es sich um den siebzehnjährigen Rogan, der an die gegenüberliegende Wand gekettet wurde.
 
Der Roman wird aus der Sicht von Kira erzählt und so erfährt man ziemlich schnell von ihrer Angst im Dunkeln und wie es dazu kam. Und während sie ihre Angst bekämpft, lernen sich die beiden Protagonisten kennen, bevor plötzlich das Licht angeht. Neben sich finden sie den Schlüssel für die jeweils anderen Handschellen. Viel Zeit bleibt ihnen nicht sich gegenseitig zu mustern und Vertrauen aufzubauen, denn schon hören die beiden in ihren Köpfen einen Countdown.
 
Dieser Countdown ist Programm und zieht sich durch das ganze Buch. Er sorgt mit für das rasante Tempo mit dem man sich durch die Handlung bewegt. Wie sich herausstellt befinden sich die beiden Jugendlichen nämlich in einem Realitygame für ein ausgesuchtes Publikum, dessen Ziel es ist einen der beiden oder beide umzubringen. Schaffen sie das jeweilige von insgesamt sechs Leveln nicht vor Ablauf den Countdowns, werden sie sterben. So werden die beiden Protagonisten unfreiwillig zu einem Team, das versucht das Spiel zu gewinnen und zu überlisten.
 
Die beiden anderen Figuren die immer wieder auftauchen sind der Wissenschaftler Jonathan und der Macher des Realitygames Gareth Ellis. Erst nach und nach stellt sich für Kira heraus wer die beiden sind und was sie mit diesem Spiel auf Leben und Tod verbindet. Dabei ist das Netz aus Wahrheit und Lüge nur schwer zu durchschauen und es tun sich für sie und nicht zuletzt für den Leser ungeahnte Wendungen auf, während im Hintergrund immer der Countdown läuft.
 
„Countdown“ ist auch der Titel des englischen Originals und hätte meiner Meinung nach viel besser gepasst. Aber wie bei vielen Büchern muss im deutschen irgendwie immer eine Übersetzung bzw. Neukreation plus einem mehr oder weniger passenden Untertitel her. In diesem Fall wäre „Level 6“* vollkommen ausreichend gewesen. Ebenso wenig ist dem Darkiss Verlag leider das Cover gelungen. Auch da ist das Original viel näher an der Handlung, zeigt es doch eine Szene aus dem Buch.
 
Nichtsdestotrotz habe ich das Buch innerhlab von zwei Tagen verschlungen. Die Handlung und das rasante Tempo führen dazu, dass man es einfach nicht mehr aus der Hand legen will.
 
Mein Fazit: Ein Muss für alle Fans von Dystopien, leichtem Thrill und nicht zuletzt Jugendromanen.
 
Vielen Dank an „Blogg dein Buch“ und den DARKISS Verlag für das Vertrauen und dass ich „Level 6“ rezensieren durfte.
 


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  • Jessica
    8. April 2014 at 08:15

    Hmmm…die Geschichte klingt ja irgendwie nach: hab ich so oder so ähnlich schon oft gelesen. Aber da deine Rezension so klingt, als wäre es schöne Unterhaltung für zwischendurch, wandert es dann mal auf meine Wunschliste ;)
    (Nach dem Titel und dem Cover hätte ich es ehrlich gesagt nämlich nicht gekauft^^)

    Liebe Grüße, Jessica

    • Fabulatoria
      8. April 2014 at 08:44

      Die Story ist sicher nicht neu, aber es ist tatsächlich eine spannende Lektüre für Zwischendurch :o)

      Liebe Grüße, Carmen

  • Kathy
    8. April 2014 at 10:39

    Mich schreckt der aktuelle Dystopien-Überfluss auch ein wenig ab. Im Prinzip klingt es wirklich spannend, aber ist augenblicklich nichts, für das ich unbedingt in die Buchhandlung rennen würde. Ich stimme deiner Cover- und Titel-Kritik übrigens voll und ganz zu. Aus Prinzip würde ich es daher schon eher die englische Version kaufen. Schade, dass der Drang deutscher Verlage, alles zu ändern und umzugestalten, oft dazu führt, dass wir in Deutschland nur noch YA-Cover mit einem verwechselbaren Gesicht drauf präsentiert kriegen.
    Dir trotzdem danke für den Tipp. ^^ Vielleicht überlege ich doch noch, ob sich ein Blick lohnt.
    Liebe Grüße, Kathy

    • Fabulatoria
      8. April 2014 at 10:49

      Seit die Tribute von Panem sind Dystopien irgendwie in. Und es hat natürlich auch was, da wir selbst in einer Gesellschaft voller Überfluss leben. Man muss ganz sicher nicht alle davon gelesen haben. Es kommt immer auf die Mischung an. Dieses hatte ich echt schnell gelesen und das tue ich nur bei Büchern die mir gefallen. Es gibt zu diesem Buch aber auch negativere Rezensionen, die eben bemängeln, dass es nur eins von vielen ist. Am Ende muss das wohl jeder selbst entscheiden.

      Liebe Grüße, Carmen

  • Sabrina
    8. April 2014 at 21:27

    Hallo Carmen,
    ich bin ja Fan von guten Jugendbüchern ( Harry Potter und die Tribute von Panem habe ich verschlungen). Ein wenig erinnert der Inhalt natürlich an die Tribute. Aber es ist normal, dass es nach solchen Bestsellern einen Hype gibt. War bei Harry Potter mit Zaubererbüchern ähnlich oder nach Interview mit einem Vampir . Da du schreibst, dass es trotzdem spannend geschrieben sei, werde ich es mir aber auf die Liste setzen. Das Cover ist echt gruselig und schaut etwas billig aus. Mir gefallen die englischen Titel auch meistens besser. Keine Ahnung, warum das geändert werden musste.
    Liebe Grüße
    Sabrina

    • Fabulatoria
      8. April 2014 at 21:34

      Eben. Andere Autoren wollen gerne an diesen Erfolg anknüpfen. Und es gibt ganz sicher auch die Nachfrage danach, wenn man von einem erfolgreichen Autor schon alles gelesen hat. Dann greift man als Konsument eben auch zu ähnlichen Büchern. Ich finde solche Hypes also von beiden Seiten aus gesehen legitim :o)

      Liebe Grüße, Carmen