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Rezension: Der Altmann ist tot

(Klappentext) Pflichtlektüre!
 
«Setzt euch alle mal hin. Ich muss euch was Wichtiges sagen: Der Altmann ist tot.»
«Wie, tot?», fragt Rosa.
«Na, mausetot. Aus, Ende, finito», antwortet Oszan.
«Herr Fischer hat gesagt, er sei eine Treppe runtergestürzt.»
«Wie, Treppe? Welche Treppe?», fragt Rosa, in deren Hirn es offensichtlich mächtig rattert.
«Bestimmt die behinderte Treppe in Haus B. Ich schwöre, die ist voll Todestreppe. Mieses Teil!», sagt Fuat wichtig.
«Unfall … tzzzz», sagt nun Emre. «Das war bestimmt Mord!»
 
Als wären die Tage an der Berliner Problemschule nicht schon abenteuerlich genug, kommt nun auch noch der Mathelehrer Altmann auf mysteriöse Weise ums Leben. Da stimmt doch was nicht, denken die Kolleginnen Frl. Krise und Frau Freitag: Musiklehrerin Johanna Schirmer postet überraschende Details über ihre Affäre mit ihm, die Cousins einer türkischen Schülerin hatten Rache geschworen, seine sehr junge, sehr schwangere Witwe versteht sich etwas zu gut mit ihrem Powerplate-Trainer, und Schüler Hikmet hat eine Rechnung zu begleichen.
Frl. Krise und Frau Freitag ermitteln – und das alles neben dem ganz alltäglichen Schulwahnsinn.

 
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„Der Altmann ist tot!“* Diese Nachricht erschüttert zunächst das gesamte Kollegium einer Berliner Brennpunktschule. Günther Altmann wurde am Fuß einer Treppe am Reichtag tot aufgefunden. Die Polizei glaubt zunächst an einen Unfall und nur die beiden Lehrerinnen Fräulein Krise und Frau Freitag scheinen die deutlichen Hinweise zu sehen, die auf einen Mord hindeuten. Immerhin gibt es genug Leute, die ein Motiv hätten. Der Tote war ein strenger Lehrer und manch ein Schüler hat ihm seine schlechte Note ganz sicher übel genommen. Die weiblichen Schülerinnen berichten davon, dass er der ein oder anderen zu sehr aufs Dekolleté gestarrt hätte. Auch im Lehrerkollegium hat er sich nicht nur Freunde gemacht.
 
Die beiden Lehrerinnen stolpern in ihrem Entschluss herauszufinden, was mit dem Altmann passiert ist über immer mehr potentielle Mörder und müssen dabei auch noch ihren Schulalltag bezwingen. Dabei bleibt die Ermittlungsarbeit hier und da auf der Strecke und man erhält die ein oder andere witzige Aneckdote, wie man sie auch aus den Büchern oder den Blogs der beiden Autorinnen, Frl. Krise interveniert und Na, wie war’s in der Schule?, gewohnt ist.
 
Im großen und ganzen besteht der Krimi leider aus einer Aneinanderreihung von Zufällen, die es nicht vermögen die Spannung durchweg aufrecht zu erhalten. Die Ermittlungsarbeit der beiden Lehrerinnen kann man dabei kaum vergleichen mit der eines Polizisten, eines Detektives oder so mancher Staatsanwältin aus anderen Krimis. Und so stolpern sie außerdem noch über eine Kinderwagenschieberbande. Etwas Gewöhnungsbedürftig war es anfangs zudem, dass sich die beiden alter egos der Autorinnen gegenseitig beim erzählen der Handlung abwechseln. Nichtsdestotrotz schaffen die beiden, was der Polizei vielleicht unmöglich gewesen wäre und finden nach einer überraschenden Wendung sogar den Täter.
 
Mein Fazit: Wer einen durchweg spannenden Krimi sucht,der ist hier fehl am Platz. Wem aber der Humor der beiden Lehrerinnen schon von ihren Blogeinträgen gefällt, der wird auch in diesem Buch auf seine Kosten kommen.
 


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