Rezensionen

Rezension: Grimm

Es waren einmal 560 Seiten in einem Buch des Heyneverlags, mit unzähligen Wörtern darauf, die aus noch viel mehr Buchstaben bestanden. Diese 560 Seiten kamen ganz harmlos daher, aber sobald ein Leser sich ihnen widmete und die ersten Worte las, da verschlangen sie ihn einfach. Sie sogen ihn ein und spieen ihn erst wieder aus, als die Geschichte ihr Ende gefunden hatte.
 

 
Es war einmal ein Mädchen mit Namen Vesper Gold. Sie war ein wenig aufsässig, wie Teenager das nun einmal sind und versuchte ihr Leben als Scheidungskind einer berühmten Pianisten und eines ebenso berühmten Filmregisseurs einfach zu leben wie es kam. Am Morgen war noch alles in Ordnung, sah man von dem Gespräch mit der Schuldirektorin und ihrer Mutter einmal ab. Doch wie schon bei Malfuria überschlagen sich nach der ersten Normalität die Ereignisse.
 
Kurz hintereinander verliert sie ihre beiden Eltern und wird vom bösen Wolf verfolgt. Während sie auf der Flucht nach Antworten sucht, findet sie – durch Zufall und Schicksal zugleich – zwei Weggefährten die ähnliche schmerzhafte Erfahrungen gemacht haben und ihr im Kampf gegen die zum Leben erwachten Märchen helfen.
 
Es war einmal… So beginnen die Geschichten, die wirklich wichtig sind, die uns schon seit unserer Kindheit begleiten, deren Moral wir in unseren Herzen tragen, die wir an unsere Kinder und Enkel weitergeben und die uns bis zu unserem Lebensende einfach immer begleiten werden. Das hat auch Christoph Marzi erkannt, der mit Grimm* beweist, dass er Märchen ebenso liebt wie die meisten von uns. Und der es hervorragend versteht sie in unsere Welt zu bringen und vor unserem geistigen Auge real werden zu lassen. Und weil die Märchen, die einmal waren nun im Hier und Jetzt sind, lassen sie uns nicht mehr los. Und obwohl diese Geschichte nur ein halbes Happy End bietet ist sie doch wunderschön, spannend, mitreißend, lässt einen mitfiebern und verschlingt einen, wenn man nicht aufpasst.
 
Mein Fazit: Lies es! Aber habe viel Zeit dafür, denn die Geschichte ist erst zu Ende, wenn das letzte Wort gelesen ist.
 


*Link im Rahmen des Amazon-Affiliate-Programms. Wenn meine Empfehlung euch zusagt und ihr das Buch kauft, würde ich mich sehr freuen, wenn ihr das über diesen Link tut. So bekomme ich ein paar Cent für meine Rezension und ihr habt keine Zusatzkosten :o)

 

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  • Jakasters Fotowelt
    15. Juni 2014 at 14:28

    Jetzt wollte ich nur gucken ob du zu „Ein plötzlicher Todesfall“ auch was gelesen hast und da stolpere ich über diese Rezension und im nächsten Tab ist Amazon schon offen. Hilfe. Das klingt nach einem Buch für den Sommerurlaub würde ich sagen. Danke! So wunderbar geschrieben, dass lässt einen nicht los.

    Liebe Grüße
    Rebecca